Kleine Dinge mit großer Wirkung
Irmgard Müller steht auf und drückt ihren Buzzer, als dieser anfängt zu blinken. Es erklingt eines ihrer Lieblingslieder. Beschwingt wippt die an Demenz erkrankte Frau für einige Minuten zum Takt. Ihre Lebensfreude sieht man ihr an, nur bewegt sich Irmgard Müller nicht mehr gerne. Die meiste Zeit sitzt sie gedankenverloren in ihrem Sessel. Ein Sensor misst die Zeit, in der sie unbeweglich dasitzt, und leitet das Signal an den Buzzer weiter, wenn die Ruhezeit zu lang wird. Auch wenn es nur ein kurzer Moment ist: Irmgard Müllers Körper kann jede Art von Bewegung gebrauchen.
Der Buzzer ist nur eines von vielen „DemenzDingen“, die den Lebensalltag und damit Wohlbefinden von Menschen mit Demenz verbessern. Sie dienen je nach Anforderung der Bewegung, der Beruhigung, der Konzentration, der Kommunikation oder der räumlichen und zeitlichen Orientierung. Es sind zum Teil völlig neu entwickelte Dinge, aber auch umfunktionierte Gegenstände oder Spiele, manchmal auch Services, die dem Leben von Menschen mit Demenz mehr Struktur und Halt verleihen.