Helena hat ein ganz klares Ziel: „Ich möchte lernen, wie ich übers Internet mit meiner Tante in Verbindung komme.“ Sie ist eine von zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Schulung „Sei dabei – sei digital“ bei der Lebenshilfe Brakel. Es geht um Grundlagen und um speziellere Fragen wie Künstliche Intelligenz, Fake-News oder Computerspiele. An Tag eins erst einmal die Grundlagen:
Im Schulungsraum sitzen zehn Frauen und Männer, die die Lebenshilfe Brakel ambulant betreut, an einem langen Tisch. Sie sind geistig oder psychisch beeinträchtigt, teils auch körperlich, was sie nicht davon abhält, im Internet aktiv zu sein. Allerdings sind sie gefährdeter als nicht beeinträchtigte Menschen. Projektleiterin Christina Ising berichtet, dass sie bei einigen Klientinnen und Klienten einen Realitätsverlust durch Computerspielen beobachtet, einige seien auf Chatbots hereingefallen, andere hätten auf Partnerbörsen mehr Geld ausgegeben, als geplant. Das passiert auch nicht beeinträchtigten Menschen.In der Zielgruppe der Lebenshilfe Brakel geschieht das allerdings häufiger.