Ein Wunsch von Patientinnen, Patienten und Fachkräften
Wer in der Pflege arbeitet, kennt es aus dem Alltag: Wenn eine schwere Erkrankung das eigene Leben bedroht oder sich klar abzeichnet, dass der eigene Tod naht, kommen bei den Menschen die existenziellen Fragen auf. Was passiert nach dem Tod? War das Leben sinnvoll? Deswegen wünschen sich Patientinnen und Patienten neben einer medizinischen und psychischen Begleitung auch soziale und spirituelle Unterstützung durch die Pflegenden, Ärzte und Ärztinnen. Untersuchungen zeigen, dass dieser Wunsch auf offene Ohren stößt. Die Fachkräfte in Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Hospizen und Palliativstationen würden sich gerne auch um die spirituellen und existenziellen Bedürfnisse ihrer Patientinnen und Patienten kümmern. Allerdings fühlen sie sich oft überfordert, weil ihnen die Kompetenzen fehlen. In der Ausbildung wird dieses Themenfeld nicht abgedeckt. Oft fehlen die strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen, die Zuständigkeit ist nicht klar. Außerdem spiegeln die Abrechnungs- und Qualitätssicherungs-Systeme eine spirituelle Begleitung nicht wider.